Quartalsberichte

Bericht zum 3. Quartal 2023

Für die vier Quartale wird jeweils eine Quartalsmitteilung veröffentlicht. Schauen Sie sich jetzt den Bericht zum dritten Quartal 2023 an.

Liebe Leserin, liebe Leser,

der Kampf gegen die Inflation kommt ins Stocken. Die Inflationsraten sinken zwar fast überall auf der Welt – doch das Thema ist noch lange nicht vom Tisch (Grafik 1).
Die Preise bleiben hoch und belasten Haushalte sowie Unternehmen gleichermaßen. Das wiederum schwächt die Wirtschaft.

Die Zentralbanken haben mit ihren Zinsentscheidungen in der zweiten Hälfte des dritten Quartals die Finanzmärkte kräftig verunsichert. Die Folge: steigende Anleiherenditen und fallende Aktienkurse. Während die USA in der Spanne von 5,25 % bis 5,5 % eine Zinspause einlegte, erhöhte die EZB zum zehnten Mal in Folge den Leitzins auf nunmehr 4,5 %. Der Tenor der Notenbanker war der gleiche: Die Inflation bleibt hoch und soll weiter bekämpft werden, auch wenn sie jüngst deutlich zurückging.

September: Kein gern gesehener Börsen-Gast

Dies trug dazu bei, dass der September mal wieder als ein schwacher Börsenmonat (DAX -3 %) in die Bücher eingeht, obwohl es zunächst gar nicht danach aussah. Belastungsfaktor Nummer eins für die Aktienmärkte sind die gestiegenen Zinsen. Sie bedeuten einerseits erfreulichere Nominalrenditen für Sparer, andererseits verteuern sich die Kapitalkosten für Kreditnehmer. Immobilien-Investments zum Beispiel werden oft erst einmal zurückgestellt. Hohe Zinsbelastung plus hohe Bau- und Handwerkerkosten bringen die Investitionsbereitschaft zum Erliegen.

Bauämter bei den Behörden und Baufinanzierungsabteilungen bei Banken und Sparkassen schieben Kurzarbeit, da potentielle Bauherren und Investoren abwarten. Kaufzurückhaltung in unsicheren Zeiten ist ein natürlicher Reflex, bringt jedoch unsere Wirtschaft in Bedrängnis. Leere Auftragsbücher haben zwangsläufig schwächere Produktivität und in der Folge sinkende Unternehmensgewinne zur Folge. Diese Gesetzmäßigkeit gilt in allen Branchen.

Trübe Konjunkturperspektiven in Deutschland

Einige Unternehmen mussten daher ihre Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr bereits zurücknehmen. Weltweit einzigartig erscheint die Konjunktursituation in Deutschland, so der IWF in seiner jüngsten Prognose (siehe Grafik 2). Auch der Blick auf die Kennzahl PMI (Einkaufmanagerindex der Industrie – Grafik 3), zeigt die Schwäche Deutschlands gegenüber der Eurozone und den Vereinigten Staaten.

Woran hapert es in Deutschland? Die Regierung hat offensichtlich den Blick für die Realitäten, die Prioritäten und vor allem für den Willen der Mehrheit der Bevölkerung verloren. Laut Umfragen sind rund 79 % der Bürger weniger bis gar nicht zufrieden mit der Arbeit der Ampel.

In unserer jüngsten Anlageausschusssitzung haben wir u. a. diese Symptome identifiziert: Deutschland verliert den Anschluss, die Wirtschaft schrumpft | die Energiekosten sind zu hoch | Fachkräfte fehlen | wir leiden unter strukturellen Umbrüchen z. B. bei Energie und Automotive | zunehmend belastende Einwanderungs- und Umverteilungspolitik | Regieren an Bürgern vorbei | die politischen Kräfte verschieben sich | Minderheiten steuern Mehrheiten | Leistungsanreize fehlen (Stichwort „Bundesjugendspiele“). Hinzu kommen die Herausforderungen der Geo- und Klimapolitik. Unterm Strich erschweren all diese Themen unser ökonomisches Wachstum und drücken auf die Stimmung im Land.

Und schließlich wäre da noch China zu nennen, dessen Wirtschaft nicht richtig auf die Beine kommt und sich gleichzeitig zunehmend unabhängier von deutschen Exporten macht. In den Vereinigten Staaten hingegen prosperiert die Wirtschaft, unterstützt vom Inflation Reduction Act (IRA), einem 738 Mrd. Dollar schweren Investitionsprogramm zur Bekämpfung des Klimawandels und einer Neuausrichtung der US-amerikanischen Wirtschaft auf erneuerbare Energien. „America first“ – unter klarer Priorisierung regional produzierender Unternehmen. Das Interesse deutscher Unternehmen am Produktionsstandort USA ist verständlicherweise spürbar angestiegen. Wie unangemessen erscheint da der jüngste Fördertopf von 300 Mio. Euro für Wallbox, E-Auto, Photovoltaik und Speicher, der binnen 24 Stunden erschöpft war. Zugegeben,  der Vergleich hinkt, verdeutlicht jedoch die Zaghaftigkeit und den fehlenden Mut unserer Regierung. 

Neues Verständnis für marktwirtschaftliches Denken 

„Lassen Sie mich ein offenes Wort sprechen: Wir müssen uns entweder bescheiden oder mehr arbeiten. Die Arbeit ist und bleibt die Grundlage des Wohlstands.“ So brachte es Ludwig Erhard vor 60 Jahren auf den Punkt. Mit Lastenfahrrädern, fehlgeleiteter Heizungspolitik und von Chinas Zulieferungen abhängiger Wind- und Solarausrüstung werden wir in Deutschland nicht auf den Wachstumskurs zurückkommen. Mit dem Ukrainekrieg und dem Klimawandel haben sich zwei übergeordnete Themen in unserem Alltag etabliert, die Herausforderungen von historischer Bedeutung darstellen.

In diesem Umfeld ist eine starke Regierung vonnöten, nicht nur in Deutschland, sondern vor allem in Europa.

Von der Illusion vom anstrengungslosen Wohlstand wurde jüngst gesprochen. Gemeint ist hiermit der fehlende Leistungsanreiz für große Teile unserer Gesellschaft und die unheilvolle Abkehr vom marktwirtschaftlichen Denken unserer Politik, mit der Tendenz zur Vier-Tage-Woche und Ausweitung von Sozialleistungen. So gelingt keine Trendwende. Weder bei Infrastruktur und Digitalisierung noch in Schulen oder Behörden.

Bedingungslose Orientierung an Kundenbedürfnissen und Marktwirtschaft, gepaart mit hoher Innovationskraft und Entscheidungsfähigkeit finden wir weiterhin nicht beim Staat, sondern bei den Qualitätsunternehmen dieser Welt. Egal ob groß oder klein, dort fühlen wir uns mit dem Geld unserer Investoren gut aufgehoben. Daher finden wir voller Überzeugung gute Anlagechancen in diesem Segment, auch wenn deren Kurse schon mal schwanken, aber die große Richtung stimmt. 

Wir freuen uns auf die persönlichen Gespräche mit Ihnen und sind bei Fragen gerne für Sie da.

Ihr Team der Maneris AG

Ausblick

Nach dem Desaster im vergangenen Jahr, als zum ersten Mal seit mindestens 45 Jahren sowohl Aktien als auch Anleihen über den Zeitraum eines Kalenderjahres negative Renditen einbrachten, gibt es erfreulichere Perspektiven für die Zukunft. Das nahende Ende der Zinsanhebungen bietet Anlegern gute Gelegenheiten auch mit Anleihen wieder positive Erträge in einem ausgewogenen Portfolio zu erzielen.


Blick auf US-Zinsstrukturkurve lässt Abschwung erwarten

Dass die Notenbanken schon in 2024 die Zinsen senken könnten, ist derzeit noch ungewiss, vielleicht auch eher Wunschdenken als klar begründbar. Die Anlageklasse Anleihen haben wir inzwischen in unserem Portfolio markant ausgebaut und damit Renditen um die 4 % für einige Jahre gesichert. Wie Sie wissen, bevorzugen wir Anleihen von Unternehmen und lassen Staatsanleihen links liegen. Das unterschiedliche Renditeniveau der Anleihen-Segmente zeigt anschaulich der Chart 4. Wir erwarten, dass aus den jüngsten Kursverlusten bei Bonds wieder Gewinne in Form von laufenden Zinserträgen werden. Der Rentenmarkt war seit Jahren nicht mehr so attraktiv wie heute.

Bei genauer Betrachtung der Zinslandschaft kann man feststellen, dass wir sowohl in Europa als auch in USA eine inverse Struktur vorfinden. 3-Monatsanlagen in USA bringen mit 5,50 % mehr Zinsen ein als 10-jährige mit 4,63 %. Diese Konstellation lässt einen Wirtschaftsabschwung in USA erwarten und in der Folge fallende Zinsen. In Wachstumsphasen zeichnet die Kurve einen normalen Verlauf, da gibt es für lange Anlagefristen mehr Zinsen als für kurze. Dies gilt auch für die Eurozone, in der allerdings das Zinsniveau jeweils um rund 2 % tiefer liegt.

Wenn man davon ausgeht, dass die Zinsen nicht mehr allzu sehr erhöht werden, ergibt sich die Frage: Wo sollte man aktuell investieren? In einem ausgewogenen 60/40-Portfolio gewichten wir festverzinsliche Wertpapiere und Rentenfonds mit maximal 40 %. Die durchschnittlichen Laufzeiten (Duration) der Anleihen haben wir jüngst leicht verlängert, sie liegen in der Bandbreite von 1 bis 5 Jahren, bei Hochzinsrentenfonds gehen die Renditen bis in den zweistelligen Prozentbereich und das bei Laufzeiten unter 3 Jahren. Dieses Potenzial bietet aktuell eine solide Basis für eine gute Gesamtrendite in der Anlageklasse.

Für Aktien gilt, dass sich bei Beendigung der Straffungspolitik die Kreditkosten für Unternehmen und Verbraucher stabilisieren und zu sinken beginnen, was wiederum das Wirtschaftswachstum begünstigt und Unternehmensgewinne steigen lässt. In der Vergangenheit haben also auch Aktienanleger von einer solchen Konstellation profitiert. 

Wir wollen uns jedoch nicht zu sehr in dieses Szenario verlieben, denn wir wissen auch, dass die Märkte niemals stillstehen und sich die Rahmenbedingungen wieder ändern können. Eine schwere Rezession erscheint jedoch aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. Dies sieht wohl auch die Mehrzahl der Investoren so, ansonsten wären die jüngsten Rücksetzer bei Aktien noch stärker ausgefallen.

Beim Blick auf die Aktien zeigt sich, dass die Bewertungen am US-Markt in diesem Jahr leicht angestiegen sind, die Unternehmen aber aufgrund Kostendisziplin und Preissetzungsmacht positiv beeindrucken konnten. Die US-Wirtschaft scheint insgesamt robuster durch das globale Umfeld konjunktureller Abschwächung zu kommen. Die Anlegerstimmung und die Gewinnerwartungen sind drüben überwiegend positiv. Das könnten wir hier in Europa auch gut gebrauchen. Die USA profitieren vom weitverbreiteten Pessimismus gegenüber China, der sich im letzten Quartal noch verschärfte. Zu beobachten sind starke Umschichtungen von Schwellenländern in US-Aktien.

Gesucht sind weiterhin die hoch bewerteten Technologietitel, die das Bild der US-Börsen immer noch stark verzerren und damit einen Risikofaktor darstellen.

Disziplin bewahren, Chancen suchen, Risiken abwägen

Insgesamt sind die Aktienmärkte in einer soliden Verfassung. Bei Small-Caps, also Aktien mit geringer oder mittelgroßer Börsenkapitalisierung, beobachten wir sogar günstige Kaufkurse, da dieses Segment lange vernachlässigt wurde. Die letzten sieben Quartale verzeichnete diese Aktiengruppe massiven Gegenwind, was zu einer historischen Bewertungslücke geführt hat. Die Vorteile kleinerer Unternehmen liegen vielfach in der geringeren Verschuldung bei höherem Gewinn- und Umsatzwachstum. Daher haben wir diesen Bereich jüngst etwas ausgebaut.

Es bleibt also auch im Herbst 2023 bei der Devise, die Disziplin zu bewahren, Chancen zu suchen, Risiken abzuwägen und das Anlageportfolio bei geänderten Rahmenbedingungen auf Kurs zu halten. Mit einer genauen Prognose, wie es in den nächsten drei Monaten weitergeht, können wir leider nicht dienen, tendenziell erwarten wir, dass die Märkte sich seitwärts bewegen. Wir freuen uns über die erwartbaren Renditebeiträge bei Anleihen und sind für gute Qualitätsaktien ohnehin zuversichtlich gestimmt. 


Wie sinnvoll ist ein Festgeld heute?

Nach vielen Jahren der Magerkost lässt sich in diesem Jahr zunächst eines erfreulich feststellen: Durch die rasanten Zinsanhebungen der EZB gibt es wieder attraktive Angebote für Tages- und Festgelder. Gerade in schwierigen Börsenphasen wirken diese vermeintlich lukrativer als eine Anlage am Kapitalmarkt, die stets Schwankungen unterliegt.

Welche Rolle spielt nun das Festgeld als Anlageklasse im Gesamtvermögen?

Ein Festgeld als Parkposition für liquide Mittel, welche in einem absehbaren Zeitraum gebraucht werden, gehört zu einer sinnvollen taktischen Vermögensstrukturierung dazu. Oft erleben wir jedoch, dass Termingelder über viele Jahre verlängert werden und somit die vorgehaltene Liquidität dauerhaft zu hoch gehalten wird, statt langfristig attraktiver zu investieren. In der aktuellen Marktphase schlummert bei derartigem Vorgehen eine nicht zu unterschätzende Gefahr: Das Wiederanlagerisiko. 

Derzeit erleben wir eine inverse Zinsstruktur, wie im Ausblick bereits erläutert. Inverse Zinsstrukturen sind selten und halten meist nur relativ kurz an. Zudem sind sie ein Indikator einer bevorstehenden Rezession (siehe Grafik S. 10). 

Der Markt erwartet mit Blick auf die konjunkturelle Situation daher bereits Zinssenkungen in nicht allzu ferner Zukunft. In der Folge werden auch die Zinsen für Tages- und Festgelder wieder sinken.

Diverse Institute locken derzeit mit vermeintlich attraktiven Zinsangeboten. 

Hier empfehlen wir umsichtiges Vorgehen, denn diese Beträge werden in naher Zukunft wieder fällig und müssen dann zu einem voraussichtlich niedrigeren Zins wieder angelegt werden. Oftmals sind die guten Angebote auch nur für Neukunden bestimmt. Wer kein „Bankenhopping“ betreiben möchte, erlebt meist nach Ablauf der ersten Zinsperiode ein böses Erwachen. 

Dann muss zu deutlich schlechteren Konditionen verlängert oder in sich erholende Aktienmärkte und gestiegene Anleihekurse umgeschichtet werden. Der kurzfristige Zinsvorteil ist dann schnell dahin!

Ein zu hoher Anteil an liquiden Mitteln und kurzen Festgeldern kostet oftmals Rendite. Stattdessen sollte man sich die Frage stellen: Welche Liquidität benötige ich sicher in den nächsten Monaten für Anschaffungen wie z. B. ein neues Auto oder die Photovoltaik-Anlage? Hierfür ist ein Festgeld neben einem Tagesgeld als Notfallreserve ideal geeignet, für alles andere gibt es langfristig deutlich attraktivere Möglichkeiten. Eine strategische Planung des Liquiditätsbedarfes (gerade in diesen Zeiten) vermeidet, dass aus der Zinswende eine Zinsblende wird.

Unsere Depot-Banken bieten attraktive Festgeld-Konditionen in allen gängigen Laufzeiten an. Bei Bedarf sprechen Sie uns gerne zu diesem Thema an.


Was macht eigentlich Zoetis Inc.?

Wenn Experten über Anlagemöglichkeiten und Trends im Gesundheitsbereich sprechen, denkt man in erster Linie an Unternehmen, die sich mit der Humanmedizin beschäftigen. Eine Nische, die deutlich weniger Beachtung erhält, aber nicht weniger stark gewachsen ist, ist die Tiermedizin.

Wurden Tiere früher überwiegend als Arbeitsgeräte, Transportmittel oder Nahrungsmittellieferanten angesehen, entwickelte sich vor allem im Zuge der Industrialisierung der Trend zu Haustieren. Heutzutage sind sie für viele Menschen zu einem integralen Bestandteil ihrer Familien geworden. Durch die emotionale Bindung nimmt die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger tierärztlicher Versorgung stetig zu. 

Vor allem in den USA sind Haustiere in der Bevölkerung weit verbreitet. Laut der American Pet Products Association (APPA) besitzen mehr als 70 % der amerikanischen Haushalte ein Haustier. Mehr Singlehaushalte, alternde Bevölkerung, wachsende Mittelschicht und veränderte Wertvorstellungen junger Erwachsener sollten auch zukünftig für weiteres Wachstum sorgen.

Blick auf das Zoetis-Geschäftsmodell

Das führende Unternehmen im Bereich Tiermedizin ist die Zoetis Inc. Der Name leitet sich von dem englischen Begriff „zoetic“ ab, was so viel bedeutet wie „das Leben betreffend“. Ursprünglich war Zoetis ein Teil des Pharmagiganten Pfizer. Das Unternehmen wurde jedoch 2013 im Rahmen eines Börsengangs abgespalten. Seitdem haben sich das Geschäftsmodell und die Aktie hervorragend entwickelt. Der US-Konzern erforscht, produziert und vermarktet über 300 verschiedene Gesundheitsprodukte und Diagnostiksysteme für Nutz- und Haustiere. Das Angebot umfasst Impfstoffe, Medikamente und medizinische Futtermittelzusatzstoffe, die in mehr als 120 Ländern vertrieben werden. Der Hauptabsatzmarkt sind die Vereinigten Staaten, wobei China und die Pazifikregion das höhere Wachstum aufweisen.

Knapp 2/3 des Umsatzes stammen aus dem Bereich Haustiere. Um die Vierbeiner vor Infektionskrankheiten und Parasiten wie Flöhe, Zecken und Würmer zu schützen, entwickelt der Konzern angepasste Impfstoffe und Medikamente. Neben diesen gängigen Tiergesundheitsprodukten verfügt Zoetis aber auch über Schmerz- und Beruhigungsmittel sowie onkologische und antiemetische Produkte. Das verbleibende Drittel verteilt sich auf das Segment der Nutztiere.  Das Unternehmen bietet Produkte zur Vorbeugung und Behandlung von Viren und anderen Erregern, die sich nachteilig auf die Viehbestände auswirken. Das Unternehmen ist dabei auf Rinder- und Milchvieh, Schweine, Geflügel, Schafe und Fische spezialisiert.

Produktvertrauen beschert Zoetis starken Margen 

Besonders hervorzuheben ist, dass die Umsätze sich gleichmäßig auf diverse Segmente wie Impfstoffe, Parasitenbekämpfung und Dermatologie verteilen. Anders als der Konkurrent Merck & Co. Inc., der in diesem Bereich hauptsächlich von einem Krebsmedikament abhängig ist, kann Zoetis mit dieser Vielfalt von verschiedenen Segmenten des Marktes profitieren. Zudem hat sich Zoetis einen soliden Ruf und eine hohe Markenbekanntheit aufgebaut. Tierärzte und Tierbesitzer vertrauen auf die Qualität und Effektivität der Produkte. Dies spiegelt sich in den starken Margen und der hohen Eigenkapitalrendite wider.Innerhalb unseres definierten Segments Gesundheit & Demographie bietet die Aktie eine gute Diversifikation zu unseren bestehenden Titeln. Seit Mai sind wir in Zoetis investiert. 

Fondskommentar 

Die Seitwärtsbewegung an den Märkten ging im 3. Quartal weiter, endete aber dieses Mal am unteren Ende der Spanne. Freundliche Phasen wechselten sich mit schwachen Marktphasen ab, um in der 2. Septemberhälfte in einer eher depressiven Stimmung zu enden. Die Hoffnung, dass es nach einer wirtschaftlichen Schwäche auch wieder aufwärts geht, trat in die 2. Reihe zurück. Die Sorge vor einer länger als erwartet andauernden Hochzinsphase, verbunden mit weiterem wirtschaftlichem Abschwung, dominiert derzeit.

Unser Investmentvermögen veränderte sich im 3. Quartal nur leicht. Hinzugekommen sind erste Positionen in Siemens und RWE (im Tausch gegen die spanische Iberdrola), während wir der anhaltenden Krise bei den deutschen Chemieunternehmen durch die Trennung von BASF Tribut zollten. Wieder aufgenommen haben wir eine Position im CHOM Pure, einem Fonds für europäische Nebenwerte. Nach einer langen Phase unterdurchschnittlicher Entwicklung ist das Segment der Small- und Midcaps derzeit hochattraktiv und günstig bewertet. 

Im konservativen Teil des Portfolios suchten wir weiter nach attraktiven Unternehmensanleihen und Index-Discountern mit kurzer Laufzeit und hohen Risikopuffern.

Die Quartalsgewinner im Fonds waren Novo Nordisk (+18 %), MSCI Inc. (+13 %), Alphabet (+12 %) sowie UnitedHealth Group mit knapp 9 % Plus. Schlusslichter waren mit Tomra Systems (-26 %), Nextera (-20 %) zwei Titel, die als Recycler und Erzeuger erneuerbarer Energie bereits das ganze Jahr unter Druck stehen. Dazu sorgten schwache chinesische Wirtschaftsdaten nun auch bei den vorher so stabilen LVMH mit -17 % für eine kräftige Korrektur.

Insgesamt büßte der Fonds im abgelaufenen Quartal 1,3 % ein, sodass seit Jahresbeginn die Wertentwicklung bei +5,71 % liegt.

Der Fonds ist derzeit in 85 Wertpapieren investiert. Das Anlagevolumen verteilt sich auf 56 % Aktien, 25 % Renten, 6 % Zertifikate, 4 % Gold und 8 % Liquidität.


Fonds-Select Strategien

Oft erschweren hohe Transaktionskosten oder auch kleinere Anlagebudgets eine effektive Verteilung der Risiken bei gleichzeitig gezielter Ausschöpfung der Marktchancen. Investmentfonds bieten anerkannte und bewährte Möglichkeiten, beide Anforderungen in einem Portfolio zu erfüllen. Unsere fondsgebundene Vermögensverwaltung basiert auf dem ausgewogenen Mischfonds ‚Maneris Select UI‘ als Kerninvestment und wird ergänzt um aktive Investmentfonds anderer Manager sowie passive Indexprodukte (ETF) namhafter Emittenten.

Bei dieser Kombination aus aktivem Fondsmanagement in handverlesenen Fonds­konzepten sowie kostengünstigen Indexprodukten, investieren wir flexibel in die unterschiedlichen Vermögensklassen, die aus unserer Sicht im jeweiligen Kapitalmarktumfeld attraktiv erscheinen. Dabei übernehmen wir im Rahmen eines Vermögensverwaltungs-Mandates sämtliche Anlageentscheidungen.

Unsere Select-Strategien bieten wir in drei Varianten an, je nachdem wie Ihre Renditeerwartung und Ihre Risikoneigung Ihre Anlagewünsche prägen.

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Wofür wir stehen

Wir sind ein inhabergeführtes Unternehmen, das nicht den Zwängen eines Konzerns oder einer Bank unterliegt. Wir entscheiden zu 100 % unabhängig und sind somit in der Lage frei zu handeln. So können wir Chancen und Risiken in ­Einklang bringen und unsere Ideen konsequent umsetzen. Aus diesem Grund haben wir unseren Namen gewählt. Wortwörtlich übersetzt heißt ­maneris genau das: Handle frei.

Unsere Kernkompetenz liegt in der persönlichen Beratung und der Schaffung von nachhaltigem Anlageerfolg für ­unsere Mandanten.

Herausgeber:
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Tel.: 0271 317972-0 · FAX: 0271 317972-13
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Redaktion: Andreas Muhl, Heiko Vitt, Peter Engel, Michael Bender

January 9, 2024
Quartalsberichte

Bericht zum 4. Quartal 2023

Für die vier Quartale wird jeweils eine Quartalsmitteilung veröffentlicht. Schauen Sie sich jetzt den Bericht zum vierten Quartal 2024 an.
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September 5, 2023
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Missbräuchliche Verwendung unserer Firma

Vor einigen Tagen erhielten wir Kenntnis darüber, dass unser Name missbräuchlich verwendet wird.
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