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Bericht zum 4. Quartal 2021

Liebe Leserin, lieber Leser,

für das zu Ende gehende Börsenjahr lässt sich bilanzieren, dass Sachwertanlagen die großen Gewinner des Jahres sind. Ob Immobilien, Rohstoffe oder Aktien, in großer Breite konnten Realwerte im Jahr 2021 zulegen und mitunter neue Rekordhöhen erreichen.

Aktien, Rohstoffe und Immobilien in Rekordlaune

Bei Erdgas, Strom, Kohle und Erdöl trafen strukturelle Unterdeckungen und steigende Nachfrage aufeinander, in der Folge schossen die Preise in die Höhe. Derweil konnten die Wohnimmobilienmärkte ihren jahrelangen Aufschwung unge-stört fortsetzen. Die Kombination aus zu wenigen Neubauten, gutem Ruf für Wohnimmobilien, hohen baurechtlichen Auflagen und rekordniedrigen Zinsen hat ein Umfeld geschaffen, in welchem die Preise für bestehende Einheiten weiter deutlich anzogen. Die Mietrenditen hingegen sinken dementsprechend.

Sehr vorzeigbar lief es auch in der Königsdisziplin des Investierens, bei der unternehmerischen Beteiligung. Die hochtransparenten Aktienmärkte konnten mit Ausnahme weniger Länder (vor allem China!) robust zulegen. Dabei übernahm Nordamerika einmal mehr die Führungsrolle, der S&P 500 Index stieg seit Januar 2021 um 27 %, unser DAX um 16 %. Zum guten Börsenjahr in den USA trugen in erster Linie die großen Technologiekonzerne bei.

Verluste für einstige Börsenboomer

Analysiert man die großen Aktienindizes DAX und S&P 500 in der Mikrostruktur, dann fällt auf, dass längst nicht alle Aktien von dem Börsenboom getragen wurden, sondern einige Aktien sich in einer Korrektur befinden – wenn nicht gar in einem Bärenmarkt. Die DAX-Werte Henkel, Zalando und Delivery Hero verzeichneten ein Minus von jeweils über 20 %. Ohne Microsoft, deren Kurs in USD 55 % zulegte, wäre der S&P 500 um 2,5 Prozentpunkte weniger gestiegen. Die in den Vereinigten Staaten am höchsten gewichteten Aktien mit Namen Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Tesla und Meta Platforms dominieren die Indexentwicklung.




Angeschoben durch hohe Zuflüsse bei Indexfonds, spielen bei den genannten Titeln Bewertungsthemen nur eine untergeordnete Rolle. Der Gewinn der amerikanischen Unternehmen nach Abzug von Steuern ist, im Verhältnis zur Gesamtwertschöpfung der US-Wirtschaft, auf einem neuen Zenit angekommen. Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg haben in den USA die Unternehmen ein größeres Stück vom Kuchen für sich bekommen. Durch die Pandemie sind die Gewinne der global agierenden US-Tech-Konzerne explodiert, während der Rest der Wirtschaft mehr Mühe (siehe Grafik oben) hatte. Die spannende Frage ist nun, ob es diesen Unternehmen gelingt, die Margen hoch zu halten oder gar weiter zu steigern. Die Flut hebt jedoch nicht alle Boote, wie die Börsenweisheit es verkündet. Die richtige Aktienauswahl war sehr entscheidend für den Anlageerfolg. Per Saldo steht abermals ein Premiumjahrgang für den Tech-Adel in den Büchern.

Gewinner sind US-Tech-Konzerne, Gold unterliegt Schwankungen

Im Windschatten der Technologietitel wussten Aktien der Pharma- und Gesundheitsbranche sowie die Unternehmen der Infrastruktur mit durchweg höheren zweistelligen Zuwachsraten zu überzeugen. Gold hingegen konnte für den Euro-­Anleger nur durch den Währungsgewinn mit einem kleinen Plus gefallen. Der Preis in US-Dollar ging leicht zurück und wurde zuletzt seinem Ruf als Schutz vor Inflation nicht gerecht. Das könnte sich ändern, daher halten wir weiterhin an unserem Goldbestand fest.

Bei chinesischen Blue-Chips kam es teils zu drastischen Kurseinbrüchen, wenn man etwa an Alibaba, Baidu und Didi denkt. Der Regulierungsdruck auf die großen Technologieunternehmen und das Desaster um den Immobilienkonzern Evergrande ließen dem chinesischen Markt keine Chance für eine Erholung.Investments im Reich der Mitte hätte man in 2021 nicht gebraucht.

Festverzinsliche Wertpapiere bringen mageren Gewinn

Zum Hauptverlierer ist die größte Assetklasse der Welt geworden: Festverzins­liche Wertpapiere. Zwar legen Staaten und Unternehmen mit großem Erfolg eine Anleihe nach der anderen auf, aber die Performance solcher Anlagen ist bestenfalls mager. So weist etwa der REXP, der die Gesamtwertentwicklung eines synthetischen Korbes deutscher Staatsanleihen misst, für das Jahr 2021 einen Rückgang von über 1,5 % auf. Würde es bei der Geldentwertungsrate von ober­halb 5 % bleiben, dann würden Anleger in deutschen Staatsanleihen also einen dramatischen realen Vermögensverlust vor Kosten in Höhe von mehr als 6 % erleiden. Das lässt für die Altersvorsorgesysteme, die überwiegend auf Bonds setzen, wenig Gutes erahnen.

Auch der Markt für High Yield Bonds verzeichnete kein auskömmliches Ergebnis, um den realen Kaufkraftverlust auszugleichen zu können. Anlagen in amerika- nischen Anleihen, konnten sich immerhin an einem Dollar-Zuwachs gegenüber dem EURO von mehr als 7 % erfreuen.

Während die Wirtschaft unter dem Einfluss der Covid-Pandemie Achterbahn fährt, kennt das globale Geldvermögen nur eine Richtung: Es wächst. Davon profitieren vor allem die Aktienmärkte. Seit dem Coronacrash im März 2020 ist der Börsen­wert der weltweit notierten Unternehmen um 80 % gestiegen. Dies ist wirklich außergewöhnlich.

Noch stärker ist nur Schuldenberg der EU-Staaten gewachsen. Wie die neuen Schulden – bedingt durch die massiven Corona-Hilfspakete – zurückgezahlt werden sollen, steht allerdings noch in den Sternen. Ein Entwurf, der derzeit in Brüssel kursiert, enthält neue Steuern, Abgaben und Erlöse aus dem Handel mit Emissionsrechten, die einen Anreiz für klimaschonende Technologien setzen sollen. Das Vorhaben ist löblich und soll dafür sorgen, dass die EU im Jahre 2056 (!!) schuldenfrei ist. Wir werden es aufmerksam verfolgen. Nicht erst seit Aufstellung und chronischer Missachtung der „Maastricht-Kriterien“ ist Europa ja bekannt für seine „Verschuldungsdisziplin“.

Um wieviel lukrativer erscheint uns doch das Investieren in solide Qualitätsaktien, mit klarem Wirtschaftsfokus, hoher Innovationsfreude, einem breiten Burggraben und einer attraktiven Dividende. Die Entscheidung pro Sachwert Aktie liegt doch quasi auf der Hand.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein gutes (vielleicht besseres) Neues Jahr und vor allem stets beste Gesundheit.

Ihr Team der MANERIS AG




Ausblick

Wir alle wünschen uns einen erfolgreichen Neustart nach der Pandemie. Auf die zentrale Frage, wann überhaupt das Ende der Pandemie sein wird, gibt es noch keine Antwort. Was sind die Szenarien und wie sieht die wirtschaftliche und unsere gesellschaftliche Zukunft danach aus? Aus der Vielfalt der täglichen Nachrichtenflut beleuchten wir zum Jahresanfang 2022 fünf zentrale Themen die auch für die Kapitalmärkte von Bedeutung sind und geben eine Einschätzung:

Raus aus der Zinsfalle

Zinsen unter Null galten früher als unmöglich, seit nun siebeneinhalb Jahren wissen wir jedoch, dass das so nicht stimmt. Die EZB unter Mario Draghi setzte im Juni 2014 den untersten Zinssatz ihres Leitzinszielbandes auf Minus 0,1 Prozent. Alle dachten, dass es sich um einen außerordentlichen Schritt auf kurze Zeit handele. Aber die Geschichte verlief – wie wir heute wissen – anders. Die Notenbanker glaubten damals nicht, dass Geld zu negativen Zinsen bei Banken geparkt würde. Doch inzwischen stellt man fest, dass die untere Grenze sogar deutlich unter Null liegen kann. Wo die Schmerzgrenze jedoch exakt liegt, weiß allerdings niemand. Denn Bargeld in eigens gemieteten Geldschränken zu horten und es physisch zu verschieben, verursacht auch Kosten. Vielleicht sind diese Kosten die Untergrenze des Minuszinses, bevor das Bargeld vom Konto abgehoben wird? Minuszinsen plus Inflation enteignen die Sparer in alarmierendem Umfang. Daher ist es nun höchste Zeit, das Experiment mit den Minuszinsen zu beenden. Es ist kein radikales Wendemanöver gefragt, denn die Rahmenbedingungen, auch mit Blick auf die durch Corona-Hilfsmaßnahmen explodierten Verschuldungsquoten der Staaten, erlauben das nicht. Aber die Kommunikation der EZB sollte sich ändern, um möglichen Zinsschocks an den Finanzmärkten vorzubeugen. Die US-Notenbank Fed hat ihren Weg dazu bereits klar formuliert, an den Börsen kam das gut an.

Besorgniserregende Kombination: Minuszinsen und Inflation

Für Zins-Anleger werden die Kapitalmarktrenditen nach Abzug der Inflation auf absehbare Zeit negativ bleiben. Hinzu kommt, dass Anleihekurse sich zunehmend im Gleichlauf mit den Aktien entwickeln dürften – was ihre Rolle als Absicherung im Portfolio schmälert.


Konjunkturbarometer Deutschland: Große Zuversicht

Laut Umfrage des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft erwartet keine einzige Branche für 2022 einen Rückgang der Produktion und des Geschäfts – die meisten Firmen rechnen sogar mit einem kräftigen Schub, der Optimismus und auch die Erwartungshaltung sind groß. Der Mix aus Nachholeffekten, Verbesserung bei der Materialversorgung und historisch volle Auftragsbücher soll der Booster für ein erfolgreiches Jahr werden. Darüber hinaus besteht Hoffnung, dass wichtige Inflationskomponenten wie der Ölpreis im kommenden Jahr wieder deutlich nachgeben. Die gestiegene Güternachfrage, u. a. bei den so begehrten Speicherchips, dürfte ein steigendes Angebot auslösen, was nach dem üblichen Schweinezyklus auch wieder zu niedrigeren Preisen führen sollte. Der aufgestaute Nachfrageüberhang muss in den nächsten Monaten aber erst einmal durch den Flaschenhals, dann könnte sich die Lage an vielen Fronten wieder normalisieren.

Entspannung der Inflationskomponenten erwartet, Fachkräftemangel bleibt Dauerthema

Der Fachkräftemangel bleibt die größte Herausforderung. Zweiundachtzig Prozent der vom IW befragten Unternehmen wollen in den kommenden sechs Monaten die Belegschaft aufstocken. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften dürfte wohl auch Demografie-bedingt in den nächsten Jahren ein Dauerthema bleiben.

Covid – das globale Damoklesschwert über Mensch und Wirtschaft

Ernüchterung – das ist wohl das treffende Wort am Ende eines weiteren Corona-Jahres. Auch in 2022 wird die Pandemie unser Leben bestimmen, politisch, ökonomisch und vor allem gesellschaftlich. Deutschland boostert im Rekordtempo, es gibt genügend Impfstoff. Wir befinden uns im Übergang von der vierten in die fünfte Welle, ausgelöst durch die neue Omikron-Variante. Mögen uns viele weitere Monate mit immer wieder steigenden Inzidenzen, wiederholten Lockdowns und resistenten Varianten, bis das griechische Alphabet durch ist, erspart bleiben. Zwar versucht man aus wirtschaftlicher Sicht weltweit Lockdowns zu vermeiden, aber trotzdem dürfte z. B. das Konsumverhalten gedrückt bleiben. Ein weiterer Meilenstein zur Bekämpfung der Seuche wäre eine erfolgreiche Covid- Pille. Die Pharmabranche arbeitet mit Hochdruck daran.

Wächst die Popularität der “stay-home- Aktien” wieder?

Letztlich wird das Pandemiegeschehen auch entscheidend für die Frage sein, welche Aktien wohl gut laufen werden. Wenn die Sorgen vor neuen Beschränkungen der Wirtschaft zunehmen, schwächt das die traditionellen Werte, von denen der DAX vor allem getragen wird. Möglichweise flüchten sich dann doch wieder viele Anleger in die großen US-Tech-Werte und „stay-home-Aktien“, die sich während der Pandemie als Gewinner erwiesen haben.

Nachhaltige Geldanlage

Geldanlagen mit Fokus „ESG“ sind in den vergangenen Jahren weltweit zu einem bedeutenden Element des Investierens geworden. Vor allem der Kampf gegen den Klimawandel steht dabei im Fokus. Der Großteil der nachhaltig anzulegenden Gelder fließt in als nachhaltig eingestufte Fonds, die wiederum Aktien kaufen. Den Unternehmen wird damit aber kein zusätzliches Kapital zur Verfügung gestellt, das sie investieren können, um „grüner“ zu werden. Es gibt keinen Beweis dafür, dass solche nachhaltigen Fonds in der Realwirtschaft wirklich etwas ändern. Das ist ein systemisches Problem der gesamten Branche. Die Finanzindustrie kreiert durch gutes Marketing die Illusion, dass sie das Problem Umweltschutz, die Einhaltung sozialer Standards und eine gute Unternehmensführung (ESG) im Griff hat. Doch davon sind wir noch meilenweit entfernt.

Fehlende Standards bei angeblich “nachhaltigen Finanzprodukten”

Derzeit fehlt es an einheitlichen Kriterien und einem genormten Standard zur Bewertung und Einordnung von Finanzprodukten in Bezug auf deren Nachhaltigkeit. Wir rufen ungerne nach mehr Regulierung, aber solange die Politik hier nicht klare Spielregeln formuliert, wird sich daran nichts ändern. Wir erwarten, dass der starke Wachstumstrend nachhaltiger Investments in allen drei ESG-Bereichen weit über das Jahr 2022 hinaus anhält. Wenn die Regulatorik die Dinge in die richtige Richtung lenkt, bieten Themen wie Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz, E-Mobilität oder Wasseraufbereitung interessante Anlagemöglichkeiten.

Aktien – Unsere bevorzugte Anlageklasse

Unsere Aussichten für globale Aktien bleiben insgesamt positiv. Die Rückkehr des soliden Wirtschaftswachstums und stabile Unternehmensgewinne, begleitet von behutsam agierenden Notenbanken sprechen für die Fortsetzung eines freundlichen Aktienmarktumfeldes.

Hohe Volatilität in 2022 zu erwarten

Der Mangel an Anlagealternativen und die Berechnung von Minuszinsen für Kontoguthaben sind weitere Eckpfeiler unseres vorsichtig optimistischen Ausblicks. Da jedoch viele Konjunktive den Weg von Prognosen pflastern, rechnen wir für 2022 mit einer Achterbahnfahrt, sprich hoher Volatilität an den Börsen. Da Anleihen als Rendite- und Diversifikationslieferant ausfallen, sehen wir in einem robusten Aktienportfolio die beste Anlageklasse. Dabei setzen wir auf die Mega­themen Technologischer Wandel und Digitalisierung, Konsum und Lifestyle, Gesundheit und Demografie sowie Infrastruktur.

Eine dynamische Verwaltung des Vermögens, um die Risiken und Chancen in eine gute Balance zu bringen, ist für alle Anleger das oberste Gebot und unsere tägliche Herausforderung. Wir sind nach dem guten Börsenjahr 2021 voller Demut vor den Märkten, jedoch mit einer gesunden Portion Optimismus zum Auftakt des neuen Jahres. Die Früchte, die am Aktienmarkt zu ernten sind, hängen inzwischen jedoch etwas höher als im vergangenen Jahr. Aber es gibt noch welche.

Maneris News

Auf Wiedersehen und vielen Dank an Friedhelm Röcher

Zum Jahreswechsel haben wir unseren Kollegen Friedhelm Röcher in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

In den acht Jahren seiner Tätigkeit bei uns hat er mit seiner umfangreichen Bankerfahrung viele Spezialthemen im Backoffice zuverlässig und geräuschlos zugleich erledigt. Seine besonnene Art wurde von allen im Team geschätzt, quasi als ruhender Pol, auch wenn es mal hektisch zuging.

„Trotz Deiner Teilzeitbeschäftigung konnten wir immer auf Dich zählen. Wenn Not am Mann war, standest Du flexibel parat. Das war für uns sehr wertvoll.“ So lautete das Credo des Vorstandsvorsitzenden Andreas Muhl bei der Verabschiedung von Friedhelm Röcher. Das Maneris-Team wünscht unserem Pensionär alles erdenklich Gute für den nun kommenden Lebensabschnitt. Beste Gesundheit und viel Freude auf den so geliebten Urlaubsreisen nach Nah und Fern und mit der großen Familie.


Schärfung der Marke Maneris AG

Vor einigen Monaten führten wir erstmals in der Unternehmensgeschichte eine Kundenumfrage durch, bei der etwa 10 % unserer Kundschaft durch eine von uns beauftragte Agentur digital befragt wurden. Das Ergebnis macht uns sehr glücklich und auch ein bisschen stolz.

Maneris wird von unseren Kundinnen und Kunden als verlässlicher und kompe­tenter Partner gesehen, der überlegt und klug handelt und auch abseits der geschäftlichen Belange um Rat gefragt wird. Für unsere Kunden sind wir ein aufrichtiger Freund, dem man nicht nur sein Geld, sondern auch viele Dinge des Lebens und der Familie anvertraut. Dieses Feedback motiviert uns sehr, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Keine Sorge, wir werden nun nicht die Hände in den Schoss legen, ganz im Gegenteil. Wir haben auch Hinweise bekommen, wo wir noch Potential haben. Und das wollen wir Stück für Stück angehen. Heute halten Sie z. B. unseren Quartalsbericht erstmals in einem neuen Layout in der Hand.

Zwei Eckpfeiler unserer Arbeit haben dauerhaft Bestand: Die Unabhängigkeit bei allen Entscheidungen und das Streben nach langfristigem Anlageerfolg für das uns anvertraute Vermögen.

Wir freuen uns mit unseren Kunden und Wegbegleitern auf eine gemeinsam erfolgreiche Zukunft.

Aus dem Portfoliomanagement von Michael Bender

Was macht eigentlich … NextEra Energy Inc.

Der weltweit größte Produzent von Wind- und Solarenergie verteidigt seine Vormachtstellung

Die meisten Industrieländer haben sich zum Ziel gesetzt, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt klimaneutral zu sein. Dadurch verschwinden nach und nach die fossilen Rohstoffe zur Energiegewinnung aus den Portfolien der Versorger. Ferner werden Wind- und Solarparks kontinuierlich ausgebaut. Das in Florida ansässige Unternehmen NextEra Energy hat bereits sehr früh auf erneuerbare Energien gesetzt und profitiert aktuell als weltweit größter Produzent von Wind- und Solarenergie von dem nachhaltigen Trend.

Gegründet wurde NextEra Energy bereits im Jahr 1925. Damals versorgten sie die Bevölkerung Floridas mit Strom, Wasser und Gas. In den 60er Jahren wurde das Portfolio um Atomkraftwerke erweitert. Dort investiert NextEra auch weiterhin. Den ersten Windpark baute das Unternehmen Ende 1998. Aktuell ist der Konzern mit seinen 14.900 Mitarbeitern nach Marktkapitalisierung der größte Versorger der Welt. Der Anteil an erneuerbarer Energie betrug 2020 ca. 39 %. Ein Großteil wird aber noch aus Erdgas gewonnen. Durch massive Investitionen soll der Anteil der erneuerbaren Energien weiter erhöht werden. Zwischen 2019 und 2022 werden mehr als 50 Milliarden USD in neue Infrastruktur fließen.

Das Unternehmen ist nicht nur in der Energiegewinnung führend, sondern auch in der Energiespeicherung. Mit mehr als 180 Megawatt an Lithium-Ionen-Akkus kann eine stabile Versorgung sichergestellt werden. Auch in diesem Bereich werden jährlich ca. 1 Milliarde USD unter anderem für Forschung und Entwicklung ausgegeben.

Anleger konnten sich in der Vergangenheit über hohe Renditen freuen. Seit 2011 hat die Aktie sich verachtfacht. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von über 20 %. Zudem zahlt das Unternehmen seit mehr als 25 Jahren eine Dividende. Bei der Bewertung nach den gängigen Nachhaltigkeitskriterien (ESG: Enviromt, Social und Governance) erhält NextEra sehr gute Noten. Seit Anfang 2020 halten wir Aktien von NextEra Energie.

MANERIS SELECT UI

Anlagestrategie

Der Fonds verfolgt einen aktiven Investmentansatz und kann flexibel in die Vermögensklassen investieren, die im jeweiligen Kapitalmarktumfeld attraktiv erscheinen. Der Anlageprozess folgt den Grundsätzen einer klassischen Vermögensverwaltung. Eine breite Risikostreuung über die traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen und darüber hinaus, z.B. in Wandelanleihen und Finanzinstrumente, welche die Wertentwicklung von Edelmetallen abbilden, soll das Renditepotenzial der jeweiligen Segmente nutzen und die Verlustrisiken reduzieren. Die Auswahl erfolgt nach einem disziplinierten Prinzip der Risikostreuung. Maßgeblich für jede Anlageentscheidung ist die Qualität der jeweiligen Einzelinvestments. Der Fonds orientiert sich ganz bewusst an keinem Vergleichsindex. Festgelegte Investitionsquoten gibt es nicht. Oberstes Ziel ist es, nachhaltig attraktive Renditen zu erwirtschaften.

Fondskommentar

Ein Ausnahmejahr an den Börsen ist zu Ende gegangen. Unseren Fondsinvestoren können wir über ein sehr erfreuliches Ergebnis berichten. Maneris Select UI legte im Jahr 2021 um 14,19 % zu. Gerade das 4. Quartal konnte mit einer Performance von 5,62 % einen starken Beitrag liefern.

Was haben wir im 4. Quartal im Fondsportfolio verändert? Mit dem Verkauf des CHOM Capital Active Return Europe UI haben wir uns von einer langjährigen Aktienfondsposition getrennt. Die Entwicklung in den letzten 18 Monaten und die aktuelle Positionierung im Fonds stellen uns nicht zufrieden.

Ebenso getrennt haben wir uns von Aktien der Fresenius SE+Co.KGaA. Bedingt durch die Coronapandemie wechselt der Klinikbetrieb aktuell ständig zwischen Normal- und Krisenbetrieb. Planbare Operationen und Behandlungen werden verschoben und das drückt die Ergebnisse. Dank der erfreulichen Mittelzuflüsse konnten wir einige Zukäufe vornehmen. Neben einem Ausbau der Goldbestandes haben wir u.a. die Aktien von Berkshire Hathaway, Amazon, Honeywell, Nestlé, SIKA, DSV, L’Oreal, Alibaba und Paypal nachgekauft. Neue Positionen sind nicht dazu gekommen.

Herausragend entwickelt haben sich die Einzelaktien auf Jahressicht. Betrachten wir nur diese Anlageklasse, konnte unsere Aktienauswahl eine Performance von 32 % erzielen. Auf den vorderen Tabellenplätzen finden sich alte Bekannte, aber auch einige neue Titel wieder. BioNTech konnte 217 % zulegen, Nvidia nimmt Platz 2 mit 147 % ein. Komplettiert werden die Top 5-Performer mit Alphabet (+80 %), Novo Nordisk (+70 %) und Microsoft (+66 %).

Die hinteren Ränge blieben in diesem volatilen Jahr aber leider auch nicht unbelegt. Insbesondere die beiden Asien Positionen Alibaba (-48 %) und der Fonds Acatis Qilin Marco Polo (-13 %) verloren. Der ETF iShares Clean Energy beendet das Jahr mit -27 %. Paypal (-12 %) und Vonovia (-13 %) beschließen den unteren Tabellenteil.

Die derzeitige Aufstellung des Fonds besteht aus 74 Wertpapieren. Das Anlagevolumen besteht aus 61 % Aktien, 21 % Renten, 2 % Zertifikate, 5 % Gold und 11 % Liquidität.



Maneris Select UI

Wichtige Hinweise zum Fonds Maneris Select UI: Die Angaben dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar. Das Sondervermögen weist auf Grund seiner Zusammensetzung und seiner Anlagepolitik ein nicht auszuschließendes Risiko erhöhter Volatilität auf, d. h. in kurzen Zeiträumen nach oben oder unten stark schwankender Anteilpreise. Alleinige Grundlage für den Anteilerwerb sind die Verkaufsunterlagen (Wesentliche Anlegerinformationen, Verkaufsprospekt, Jahres- und Halbjahresbericht) zum Investmentvermögen. Verkaufsunterlagen zu allen Investmentvermögen der Universal-Investment sind kostenlos bei Ihrem Berater / Vermittler, der zuständigen Verwahrstelle / Depotbank oder bei Universal-Investment unter www.universal-investment.com erhältlich.

Kontext

Seit Generationen in Gründerhand: Das sind die ältesten Familienunternehmen

In Epochen von zunehmender Globalisierung wirken sie beinahe wie aus der Zeit gefallen: Firmen, die teilweise seit Jahrhunderten unter der Führung derselben Familie wirtschaften. Verankerung in der Region und Anpassungsfähigkeit in Krisen – auch und gerade in der Pandemie zeigt sich die Stärke von Familienunternehmen. Damit passen Sie besser denn je in diese Zeit.

An der Spitze der Liste der 50 ältesten deutschen Familienunternehmen, jüngst veröffentlicht von der Stiftung Familienunternehmen, steht ein Metallunternehmen aus Siegen, die Verzink-Spezialisten The Coatinc Company. Als Gründungsdatum gilt das Jahr 1502 – urkundlich belegt, weil der Schmied Heylmann Dresseler damals einen Schilling für die Nutzung einer Feuerstelle entrichten musste. Das Unternehmen befindet sich mittlerweile in der 17. Generation in Familienbesitz. Ähnlich alt ist die für ihre Druckknöpfe bekannte Firma Prym aus Stolberg im Rheinland. Zu den Firmen mit Jahrhunderte alter Familientradition gehören auch die Privatbanken Berenberg (1590) und Metzler (1674), der aus einer Apotheke in Darmstadt hervorgegangene Pharmakonzern Merck (1668), der bayerische Bergschuhhersteller Meindl (1683), der niedersächsische Schnapsbrenner Hardenberg (1700), der Hamburger Essig-Hersteller Carl Kühne (1722), der saarländische Keramikhersteller Villeroy & Boch (1748) und der fränkische Schreibwarenproduzent Faber-Castell (1761).

Viele dieser hoch spezialisierten Firmen sind im ländlichen Raum angesiedelt, manche sind Hidden Champions geworden, Weltmarktführer auf ihrem Gebiet. Strikte Kundenorientierung und die Fähigkeit, Krisen als Innovationsmomente zu begreifen und das Unternehmen weiterzuentwickeln, machen sie erstaunlich widerstandsfähig.


“Auf dem Land herrscht eine andere Firmenkultur”

Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmer, verweist darauf, dass Familienunternehmen in der Finanzmarktkrise ab 2008 weniger Personal abgebaut haben als die DAX-Konzerne. Im Familienbetrieb auf dem Land herrsche eine andere Firmenkultur, vielleicht sei man sogar in denselben Vereinen. Wer da Mitarbeiter entlässt, suche anschließend vielleicht sehr lange Personal. Der unbedingte Wille, das Unternehmen an die nächste Generation weiterzugeben, führe zu einem anderen Umgang mit Mitarbeitern, und Lieferanten, aber auch mit Heimat und Umwelt.

Wir bei Maneris mögen diese Art des Unternehmertums und schätzen aus vielen Begegnungen mit Unternehmern in unserer Region diese bodenständige Weltoffenheit gepaart mit wirklich nachhaltiger Unternehmensführung.

Wertentwicklung Fonds-Select Strategien

vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

Oft erschweren hohe Transaktionskosten oder auch kleinere Anlagebudgets eine effektive Verteilung der Risiken bei gleichzeitig gezielter Ausschöpfung der Marktchancen. Investmentfonds bieten anerkannte und bewährte Möglichkeiten, beide Anforderungen in einem Portfolio zu erfüllen. Unsere fondsgebundene Vermögensverwaltung basiert auf dem ausgewogenen Mischfonds „Maneris Select UI“ als Kerninvestment und wird ergänzt um aktive Investmentfonds anderer Manager sowie passive Indexprodukte (ETF) namhafter Emittenten.

Bei dieser Kombination aus aktivem Fondsmanagement in handverlesenen Fondskonzepten sowie kostengünstigen Indexprodukten, investieren wir flexibel in die unterschiedlichen Vermögensklassen, die aus unserer Sicht im jeweiligen Kapitalmarktumfeld attraktiv erscheinen. Dabei übernehmen wir im Rahmen eines Vermögensverwaltungs-Mandates sämtliche Anlageentscheidungen.

Unsere Select-Strategien bieten wir in drei Varianten an, je nachdem wie Ihre Renditeerwartung und Ihre Risikoneigung Ihre Anlagewünsche prägen.



Einkommen Select

Wertentwicklung* der Strategie Einkommen Select (bis 2019 Fondsstrategie Substanz) seit 01.01.2010 (netto – nach Kosten)

Ausgewogen Select

Wertentwicklung* der Strategie Ausgewogen Select (bis 2019 Fondsstrategie Klassisch) seit 01.01.2010 (netto – nach Kosten)

Wachstum Select

Wertentwicklung* der Strategie Wachstum Select (bis 2019 Fondsstrategie Offensiv) seit 01.01.2013 (netto – nach Kosten)

* Wertentwicklung des Musterportfolios nach Kosten.
Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.

Wichtige Hinweise: Die hier dargestellten Inhalte dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen weder eine individuelle Anlageempfehlung noch eine Einladung oder ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzprodukten dar. Diese Informationen können eine anleger- und anlagegerechte Beratung nicht ersetzen.

Rechtliche Hinweise

Diese Publikation wurde von der MANERIS AG erstellt. Sie dient ausschließlich der Information und Werbung und darf ohne Einwilligung der MANERIS AG nicht nachgedruckt oder veröffentlicht werden.

Die Informationen in dieser Publikation beruhen auf Quellen, die für zuverlässig erachtet werden. Die MANERIS AG übernimmt jedoch keine Gewähr und keine Haftung für deren Richtigkeit und Vollständigkeit. Die in dieser Publikation vertretenen Meinungen stellen die aktuelle Auffassung des Verfassers dar und können sich ändern. Solche Auffassungsänderungen können jederzeit ohne Ankündigung vorgenommen werden.

Den in dieser Publikation enthaltenen Angaben liegen historische Daten sowie Einschätzungen der MANERIS AG zu künftigen Marktentwicklungen zu Grunde. Diese Markteinschätzungen sind auf der Basis von Analysen gewonnen worden, die mit der gebotenen Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt erstellt worden sind. Dennoch kann die MANERIS AG für ihr Eintreten keine Gewähr übernehmen. Die hier veröffentlichten Angaben stellen keine Anlageberatung dar und können eine individuelle Beratung nicht ersetzen.

Wofür wir stehen

Wir sind ein inhabergeführtes Unternehmen, das nicht den Zwängen eines Konzerns oder einer Bank unterliegt. Wir entscheiden zu 100 % unabhängig und sind somit in der Lage frei zu handeln. So können wir Chancen und Risiken in ­Einklang bringen und unsere Ideen konsequent umsetzen. Aus diesem Grund haben wir unseren Namen gewählt. Wortwörtlich übersetzt heißt ­maneris genau das: Handle frei.

Unsere Kernkompetenz liegt in der persönlichen Beratung und der Schaffung von nachhaltigem Anlageerfolg für ­unsere Mandanten.

Herausgeber:
MANERIS AG · Sandstraße 50 · 57072 Siegen
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Redaktion:
Andreas Muhl, Heiko Vitt, Peter Engel, Michael Bender