Nahost-Experte Dr. Michael Lüders im Haus der Siegerländer Wirtschaft zu Gast

Hintergründe der Nahost-Krise aus erster Hand – die Weber Finanzpartner AG konnte einen hochkarätigen Gast gewinnen

21.09.2016

„Präsident Obama dankt beim Thema Flüchtlingsaufnahme Frau Merkel dafür, dass sie die Suppe auslöffelt, die die USA eingebrockt haben“, meint Dr. Michael Lüders. Dass der Islamwissenschaftler, Publizist, Nahost-Korrespondent für deutsche Medien und Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft mit dieser Meinung nicht alleine ist, war den über 100 Besuchern seines Vortrages im Haus der Siegerländer Wirtschaft anzumerken. Der renommierte Nahost-Experte sprach dort am Mittwoch auf Einladung der Weber Finanzpartner AG aus Siegen.

Unter dem Titel „Wohin führt die Revolution in der arabischen Welt?“ entfaltete er Schritt für Schritt den Werdegang der Nahostkrise und der daraus mündenden Revolution in einer Reihe arabischer Länder. Für Lüders ist klar: „Die Nahostkrise begann 1953 mit dem Sturz des iranischen Präsidenten Mossadegh durch die USA.“ In der Folge wurden verschiedene Länder in wechselnden Bündnissen angegriffen, mit ebenso wechselhaften Sprüngen von Freund zu Feind oder umgekehrt. „Es geht immer um Macht und Geld und oftmals um den Zugang zum Öl.“ Keine Überraschung für die Zuhörer, die aber trotzdem gebannt zuhörten. Denn Dr. Michael Lüders gelang es immer wieder neue Querverbindungen zwischen den Akteuren im Nahen Osten aufzuzeigen, die überraschten und manchmal auch erschreckten. Dass seine Bilanz über die Zukunftsaussichten für die Zeit nach dem sogenannten „Arabischen Frühling“ dann auch wenig positiv ausfiel, besonders auch was die Situation in Syrien angeht, war der logische Schluss. Pointiert fasst er zusammen: „In allen Ländern herrschen klare Strukturen: Ein mächtiger Clan beherrscht das Land. Der Aufstieg des normalen Volkes, insbesondere aus falscher Kasten- oder Religionszugehörigkeit, ist nicht möglich.“ Wer also auf eine Demokratisierung wie in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg hofft, wird enttäuscht werden.

Bleibt die Frage, ob sich an der Rolle der USA in der großen Geopolitik nach der Präsidentschaftswahl im November etwas ändert. Dr. Michael Lüders rechnet jedenfalls mit Hillary Clinton als neue Präsidentin. Dass auch sie ihre eigenen Pläne im Nahen Osten verwirklichen wird, steht für ihn außer Frage, ebenso wie die Folgen davon. „Das wird ungemütlich“, ist sich Lüders sicher. Bei soviel negativen Erwartungen und Einschätzungen bleibt die Frage, wie man sich am besten verhalten soll. „Locker bleiben“, lautet der vielleicht überraschende Rat des Experten. „Schauen Sie sich die Flüchtlingssituation an. Die Hysterie steht in keinem Verhältnis zur Realität“, so Lüders.

Dass solche Vorträge, die ja zunächst keine reinen Finanzthemen beinhalten, trotzdem wichtig für die Kunden der Weber Finanzpartner AG sind, zeigte sich auch am Mittwoch wieder. „Solche internationalen Entwicklungen und Verwicklungen haben direkten Einfluss auf die Geldmärkte“, so Andreas Muhl, Vorstandsvorsitzender der Weber Finanzpartner AG. In einer kurzen Präsentation erläuterte er die Anlage-Strategie des Vermögensverwalters, die auf einen Ausgleich solcher Einflüsse ausgelegt ist. „Uns als Team von Weber Finanzpartner ist es ein Anliegen Sie nicht nur über Ihren aktuellen Kontostand zu informieren, sondern gemeinsam mit Ihnen den Blick zu weiten“, erläuterte Andreas Muhl. Ihm sei wichtig, dass die Kunden erstklassige Informationen aus erster Hand erhielten. „Das hat Dr. Michael Lüders zweifelsohne geschafft“, so Muhl, der zum Nachlesen auch das aktuelle Buch Lüders „Wer den Wind sät“ empfahl.

Regelmäßig lädt die Weber Finanzpartner AG Kunden und Freunde zu hochkarätigen Vorträgen ein. Dies ist Bestandteil der gemeinsamen Anlagestrategie, die eine Vermögensverwaltung im weitesten Sinne des Wortes beinhaltet. Das Siegener Unternehmen gilt so als einer der renommiertesten Vermögensverwalter in NRW.