"Märkte im Blick" - von Peter Engel

erschienen in der Siegener Zeitung vom 06. Juli 2013


Erstellt von Peter Engel

Die Schuldenkrise ist wieder da und diesmal brennt es in drei Krisenländern gleichzeitig. In Portugal tritt die halbe Regierung zurück – es drohen Neuwahlen und Reformstau. Athen und Nikosia kommen mit ihren Zusagen nicht nach und stellen den Rettungsfahrplan in Frage. Die Börsen – vor allem in Europa – fallen zurück in den Krisenmodus.

Die optimistischen Andeutungen der Notenbanken, die Hilfen bald zurück fahren zu können, haben die Märkte schon nicht geglaubt und mit heftigen Verkäufen reagiert. Jetzt sollte der Optimismus der Herren Draghi und Bernanke wohl verflogen sein. Die Sparbemühungen bringen noch keine Erfolge. Die Entflechtung von Banken und Staat ist nach wie vor nur ein frommer Wunsch. Die Arbeitslosigkeit und die soziale Unruhe in den Krisenländern wächst weiter.

Die Erfahrung zeigt, dass solche Phasen mit guten Kaufgelegenheiten verbunden sind. Unternehmen mit europäischem Fokus werden es weiter schwer haben, aber international stehen die Chancen für eine konjunkturelle Aufwärtsbewegung gut. Nach den Rücksetzern sind die konservativen Blue Chips z. B. aus der Konsum-/Nahrungsmittelbranche und auch Pharmawerte wieder interessant geworden.

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