"Märkte im Blick" - von Peter Engel

erschienen in der Siegener Zeitung vom 01.07.2016


Erstellt von Peter Engel

Europa – quo vadis?

Der Brexit traf die Finanzmärkte trotz langer Vorbereitung offensichtlich auf dem falschen Fuß. Es wird auch fraglos zu einer schweren Übergangsphase für Wirtschaft und Politik kommen, wenn das Votum des britischen Volkes umgesetzt und der Brexit vollzogen wird. Die langfristigen Folgen für die Weltkonjunktur werden hingegen weniger spürbar sein als zur Zeit befürchtet. Anleger sollten daher gerade jetzt einen kühlen Kopf bewahren und über die nächsten Wochen hinausschauen. Europa findet sich neu, daran werden wir uns gewöhnen müssen. „Politische Börsen haben kurze Beine“ sagt eine alte Weisheit und so gehen wir davon aus, dass die zuletzt verbesserte konjunkturelle Lage sich mittelfristig auch wieder in steigenden Aktienkursen niederschlägt. Damit ergeben sich jetzt günstige Einstiegschancen in Unternehmen, die solide aufgestellt sind und deren Produkte überall auf der Welt gebraucht werden.

Aus unserer Sicht ist Investieren erfolgversprechender als Spekulieren – dieser Philosophie bleiben wir gerade jetzt treu. Und wenn Europa nach dem Brexit enger zusammenrücken und konsequenter als bisher auf eine anhaltende wirtschaftliche Erholung hinarbeiten würde, wäre allen geholfen. So könnte die Entscheidung der Briten auch etwas Gutes haben. Ein „jetzt erst recht“ täte Europa und seinen Unternehmen gut.

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Peter Engel - Vorstand