"Märkte im Blick" - von Andreas Muhl

erschienen in der Siegener Zeitung vom 13.06.2015

13.06.2015
Erstellt von Andreas Muhl

Korrektur oder Trendwende ?

Punktgenau hat der Deutsche Aktienindex seine Unterstützungsmarke bei knapp unter 11.000 Punkten angesteuert und damit von seinem Hoch im April rund 11 Prozent eingebüsst. Parallel dazu sind die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen auf knapp 1% gestiegen. Jetzt haben wir sie, die erwartete Volatilität.

Hauptverantwortlich für die aktuellen Sorgen der Börsianer sind die Nachrichten um das griechische Drama und die drohende Zinswende. Weder die Griechen noch die übrigen Europäer werden das „durchwurschteln“ noch lange aushalten. Hier muss jetzt eine Lösung herbei. Der Trendwechsel bei den Zinsen ist eingeläutet. Die Kontozinsen bleiben jedoch zunächst unten, die Kurse von Anleihen und Anleihenfonds drohen sogar ins Minus zu rutschen. Das bedeutet für Zinsanleger eher Vorsicht statt Vorfreude.

Nach der Rally im ersten Quartal, sind einige Aktien sind inzwischen wieder preiswert. Auch wenn die Korrektur noch nicht abgeschlossen ist, sollten schwache Tage für Käufe genutzt werden. Der fundamentale Trend ist intakt und die gute Berichtssaison zum ersten Quartal spricht dafür.

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Andreas Muhl - Vorstand