"Märkte im Blick" - von Andreas Muhl

erschienen in der Siegener Zeitung vom 10.08.2019

10.08.2019

Märkte im Blick

Als die Aktienkurse am Montag purzelten kam Nervosität auf. In Anlehnung an den Börsencrash vom 19. Oktober 1987 war gleich vom «Black Monday» die Rede. Damals verlor der Dow Jones an einem Tag über 20%, am Montag waren es nicht mal 3%. Ganz kalt lassen sollten die Anleger solche Tage aber nicht. Es gibt genügend Stolpersteine, die aus dem Weg geräumt werden müssen, damit das Aktienjahr 2019 den Anlegern in guter Erinnerung bleibt. Der Handelsstreit ist nur einer davon. Es sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass der MSCI-Welt-Aktienindex seit Anfang Jahr erfreuliche 14% und der DAX immerhin 9% zugelegt hat.

Seit Mark Twain wissen wir, dass August und September die gefährlichsten Börsenmonate sind – abgesehen von den anderen zehn Monaten. Was heißt das nun für das Aktienportefeuille?
Nur wer in einen Liquiditätsengpass geraten könnte und Gefahr läuft, Aktien nach Kurskorrekturen im ungünstigsten Moment verkaufen zu müssen, sollte die Barreserve aufstocken. Wer langfristig anlegt, sollte investiert bleiben, in diesen Tagen Kaufchancen suchen und auf die Notenbanken vertrauen: Die Zinsen bleiben unten. Auch wenn holprige Zeiten bevorstehen: an internationalen Aktien führt kein Weg vorbei.

 

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