BERICHT ZUM 2. QUARTAL 2019

Informationen der Vermögensverwaltung der MANERIS AG

08.07.2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit einem geldpolitischen Paukenschlag scheint sich der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, aus seiner achtjährigen Amtszeit verabschieden zu wollen. Auf der alljährlichen EZB-Konferenz im portugiesischen Sintra kündigte Draghi jüngst eine geldpolitische Lockerung an – zumindest für den Fall, dass sich die Konjunkturperspektiven im Euroraum nicht aufhellen und die Inflationsrate keine Anzeichen zeigt, sich dem Notenbankziel von mittelfristig „knapp unter, aber nahe bei 2%“ anzunähern.

Zuletzt waren die langfristigen Inflationserwartungen für den Euro-Währungsraum auf ein neues Allzeittief gefallen. Mit anderen Worten: Die Märkte scheinen zunehmend von „japanischen“ Verhältnissen im Euroraum auszugehen. In den Frankfurter EZB-Türmen kursiert daher offenbar die Sorge, dass sich die Inflationserwartungen im Weiteren von der Lohn- und Preissetzung entkoppeln könnten. Obwohl im Rahmen der Erwartungen, erwies sich dabei nicht gerade förderlich, dass sich die im April verzeichnete Teuerung nur als kurzweiliges Phänomen entpuppte. Bedingt durch das im Jahresvergleich spät gelegene Osterfest sank die Inflation im Mai von 1,7% auf 1,2%, während die Kerninflation (ohne Lebensmittel und Energie) von 1,3% auf 0,8% fiel.

Und die Märkte? Am Geldmarkt rechnen Anleger inzwischen… [mehr]